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Die neue Berufsausbildung
Leitbild ist nicht mehr der abwicklungsorientierte Sachbearbeiter in den klassischen Funktionsbereichen Beschaffung, Produktion und Absatz, sondern der kundenorientierte Sachbearbeiter, der team-, prozess- und projektorientiert unter Verwendung aktueller Informations-, Kommunikations- und Medientechniken an der Erstellung von kundengerechten Problemlösungen arbeitet. In den jeweiligen Einsatzgebieten sollen über Fachaufgaben die bis dahin erworbenen Qualifikationen durch die selbstständige Verknüpfung von Teilprozessen vertieft werden. Das kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Aufgabenfeld der Industriekaufleute erstreckt sich über alle Funktionen eines Unternehmens unterschiedlicher Branchen und Größen.
Die schulischen Kernfächer bilden die „Betrieblichen Geschäftsprozesse" und die ''Kaufmännische Steuerung und Kontrolle“ Daneben werden wie bisher auch die Fächer Religion, Sozialkunde, Deutsch, Allgemeine Wirtschaftslehre und Englisch unterrichtet. In allen Unterrichtsfächern wird Wert auf die Umsetzung der Prozess-, Team- und Projektorientierung gelegt.
Die Abschlussprüfung findet schriftlich in den drei Prüfungsteilen „Geschäftsprozesse" „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle" sowie „Wirtschafts- und Sozialkunde" und mündlich im Prüfungsteil „Einsatzgebiet" statt. Im Prüfungsfach „Einsatzgebiet" muss in einem ca. 5-seitigen Report die Fachaufgabe aus dem Einsatzgebiet dargestellt werden. Dieser vom Prüfling erstellte Report dient als Basis für die Präsentation und das Fachgespräch vor der Prüfungskommission. Präsentation und Fachgespräch dauern zusammen höchstens 30 Minuten.
Interessenten für den Ausbildungsberuf Industriekaufmann/frau sollten über einen Mittleren Schulabschluss sowie über Grundkenntnisse in Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Englisch verfügen.
Die Ausbildungsdauer
Ausbildung dauert grundsätzlich 3 Jahre. Eine Verkürzung auf 2,5 Jahre ist bei entsprechender Vorbildung und Leistungsfähigkeit der Auszubildenden möglich. Von einer Verkürzung auf 2 Jahre ist sowohl aus schulischer Sicht als auch im Hinblick auf die Abschlussprüfung abzuraten.
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