Tourismusschule bekommt Lob von allen Seiten
Landkreis wird Träger des Sachaufwands für das Angebot an der Berufsschule
FREILASSING (kb) - Einhellig und voll des Lobes stimmten die Kreisräte in der Kreisausschusssitzung am Mittwoch dem Antrag zu, dass der Landkreis künftig die Sachaufwandsträgerschaft für die neue „Staatliche Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement" in Freilassing übernimmt. „Ich begrüße das außerordentlich", freute sich Freilassings Bürgermeister, Josef Flatscher, denn durch die Tourismusschule werde nicht nur die Attraktivität des Schulstandortes Freilassing erhöht, sondern auch die Abwanderung vieler Schüler nach Österreich abgefangen.
Dem schloss sich Lehrer Hans Metzenleitner (SPD) an: „Das ist der einzig richtige Weg", man müsse Salzburg ein qualitativ hochwertiges Angebot entgegensetzen. Als Verbandsvorsitzender der „Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee" hält auch Stefan Kurz die neue Schule für enorm wichtig, gerade im Hinblick auf den Tourismusbereich, in dem man der österreichischen Konkurrenz hinterherhinke.
Seit Jahren schon verliert der Landkreis potenzielle Auszubildende ans
benachbarte Österreich. Weil es dort die Möglichkeit einer Doppelqualifikation für einen gleichzeitigen Schul- und. Berufsabschluss gibt, wandern viele Schüler an die Tourismusschulen, Handelsakademien und Höhere Technische Lehranstalten ab. Allein an der Tourismusschule Salzburg - Kleßheim kommen rund 20 Prozent der Schüler aus der bayerischen Nachbarschaft. Viele von ihnen finden nach Abschluss ihrer Ausbildung eine Anstellung in österreichischen
Betrieben, obwohl im Berchtesgadener Land dringend Fachkräfte benötigt werden.
Im November vergangenen Jahres erhielt das Landratsamt Berchtesgadener Land dann von der Bayerischen Regierung den sehnsüchtig erwarteten Zuschlag für eine „Staatliche Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement" an der Staatlichen Berufsschule in Freilassing. Diese soll im kommenden Schuljahr starten und ist offen für Schüler mit
einem Mittleren: Schulabschluss und einer Durchschnittsnote von 3,5 oder
besser in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie für alle
Abiturienten.
Die schulgeldfreie Ausbildung ermöglicht ihnen in drei Jahren die Qualifikation zum „staatlich geprüften Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement" und zur Fachhochschulreife. Nach Mitteilung der „Staatlichen Berufsfachschule Freilassing" lägen bereits 22 Anmeldungen für die neue' ' Ausbildung vor, elf
Schüler stammen aus dem Berchtesgadener Land.
Alle Kreisräte stimmten dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu, dass künftig der Landkreis gemäß des „Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtwesen" die Sachaufwandsträgerschaft der Tourismusschule übernimmt