Viel Freude bei gemeinsamem Projekt
Gastronomie-Fachschüler und Friseurklasse verwöhnten sich gegenseitig
Freilassing (-oo- 10.08.2009) - Schule kann auch Freude machen - das haben die jungen Leute aus der Berufsfachschule für gastgewerbliche "Berufe und die Schüler einer Friseur-Abschlussklasse. mit einem gemeinsam gestarteten Projekt gezeigt, das sie` in der Abschlussfeier der Berufsschule vorstellten. Unter dem Motto „Schönheit von innen -Schönheit von, außen" hatten beide Gruppen an einem Projekttag die jeweils andere unter Anwendung ihres erworbenen beruflichen Könnens verwöhnt.
Berufsschul-Direktorin Rosa Mayer berichtete augenzwinkernd aus der Entstehungsgeschichte des, Projektes: „Unsere Schüler aus der Berufsfachschule haben sich überlegt, wie sie am unauffälligsten anbandeln könnten und kamen auf die Idee, ein gemeinsames Projekt zu startet. Da kann ja keine Lehrkraft etwas dagegen haben." Die Auszubildenden aus der Friseurklasse ließen sich schnell dafür begeistern. Mit Unterstützung ihrer Fachlehrkräfte machten sich die Teams auf beiden Seite,» an die Vorbereitungsarbeit .und merkten dabei schon: „Jedes Teammitglied wird gebraucht und muss verantwortlich die zugewiesene Aufgabe umsetzen, damit wir alles richtig meistern"
In einer mit Lichtbildern unterstützten Präsentation auf der Bühne zeigten die jungen Leute den Besuchern in der voll besetzten Aula der Berufsschule, wie sie die Idee verwirklicht haben. Da hatten sich die Gastronomie-Berufsfachschüler ein Konzept überlegt, was sie auf die Beine stellen wollten, und auch den Einsatz beim Servieren selbstständig geplant und in Eigenverantwortung durchgeführt. So konnten sie ihre Gäste aus der Friseurabteilung bereits mit einem Cocktail-Empfang gebührend einstimmen, bei dem gezeigt wurde, dass alkoholfreie Cocktails, richtig gemixt, sehr delikat sein können. Natürlich waren von ihnen auch die Tische in der Gastronomieabteilung, an denen sie ihre Gäste weiter verwöhnen wollten, festlich und vorschriftsmäßig eingedeckt worden. Während sich die Service-Gruppe um all diese Dinge gekümmert hatte, teilten sich die Übrigen Gastronomie-Fachschüler in drei weiteren Gruppen auf, die das vorgesehene Drei-Gang-Menü auf den Tisch bringen sollten. Sie entschieden sich für eine Speisenfolge, die nach den Kriterien der Vollwerternährung zusammengestellt sein sollte. „Wir machten sie so gesund, dass wir sogar eine blutreinigende Brennnesselsuppe kreiert haben," berichtete eine der Teilnehmerinnen. „Die Brennnesseln dafür wurde unter. Qualen eigens von unserem Andreas in der Ramsau gepflückt." Auch die. anderen beiden Gruppen, die für Hauptspeise und Dessert zuständig waren, gingen kreativ an ihre Aufgaben heran und brachten ihre Kreationen so dekorativ auf den Teller, dass sie auch. vor den prüfenden Augen der Fachpraxislehrer bestehen konnten. Da ging es den Gästen aus der Friseurklasse richtig gut Die revanchierten sich dann später mit eine: Einladung in ihre Praxis-Unterrichts-Räume, wo sie die angehenden Gastronomen mit ihren vorbereiteten Programm „Schönheit von außen" einmal so richtig aufpeppen wollten.
Da machten sie zuerst „Vorher - Fotos" von ihnen, um anschließend nach einem individuellen Beratungsgespräch zum Typ passende Haarschnittplanungen und Frisurenbeschreibungen auszuarbeiten. Bei der Präsentation in der Aula konnte man anhand der gezeigten Lichtbilder und anhand der Models auf dem Laufsteg erkennen, dass der Friseur-Nachwuchs. sein ganzes Können eingesetzt hatte, um auch noch so, ausgefallene Wünsche zu erfüllen.
So gekonnt aufgepeppt, stieg das Selbstvertrauen der jungen Leute aus der Gastronomie-Fachschule offenbar gehörig an. Da wartete dann einige angehende Köche bei der Präsentation mit einem eigens getexteten Lied auf und einer der ihren meinte augenzwinkernd: „Nur ein Koch kann eine Frau glücklich machen."