Fachpraktische Abschlussprüfung in den Berufen der Köche und der Hotelfachleute
FREILASSING (-oo-) - Reger Betrieb herrschte in der Gastronomie-Abteilung der Berufsschule Berchtesgadener Land: An vier Tagen traten 144 junge Leute, die in Betrieben der heimischen Region ausgebildet wurden, zum Abschluss ihrer Lehrzeit zur fachpraktischen Abschlussprüfung in den Berufen der Köche und der Hotelfachleute an. Von ihren Leistungen überzeugten sich neben den Mitgliedern der IHK- Prüfungskommission Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, die als Gäste gekommen waren. Berufsschul-Direktorin Rosa Mayer wertete die Tatsache, dass sich so viele Gäste Zeit genommen hatten, als Zeichen der Wertschätzung für den Berufsnachwuchs. Sie zeigte sich erfreut, dass neben Landratsstellvertreter Lutz Feiler und einer Reihe von Bürgermeistern auch der für den Bereich Berufsausbildung zuständige Abteilungsleiter der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, Dr. Josef Amman, gekommen war. Amman lobte die reibungslose und enge Kooperation von Berufsschule, Betrieben und der Industrie- und Handelskammer, die hier in Freilassing besonders hervorzuheben sei. Die gut ausgestatteten Räume der Gastronomieabteilung und die umsichtige Vorbereitung der Prüfungstage durch ihre Lehrkräfte habe dafür gesorgt, dass die ehrenamtlichen Mitglieder der Prüfungskommission und die Prüflinge gute Voraussetzungen vorfanden. Landratsstellvertreter Lutz Feiler überbrachte Grüße von Landrat Georg Grabner. Er wies darauf hin, dass der Landkreis heuer wieder mehr als 12 Millionen Euro in seine Bildungseinrichtungen investiert, einen stattlichen Teil davon in die Berufsschule. Deren Gastronomie-Abteilung habe man bewusst gut ausgestattet. Schließlich sei leistungsfähiger und gut ausgebildeter Berufsnachwuchs für die Gastronomie in unserer Tourismusregion besonders wichtig. Feiler dankte den Lehrkräften, Ausbildern und den Mitgliedern der Prüfungskommission für ihren Einsatz. Die Gäste waren von Schülern der Berufsfachschule Gastronomie bereits mit einer bunten Aperitif-Auswahl empfangen worden. Im Servierraum konnten sie dann an festlich und vorschriftsmäßig gedeckten Tischen Platz nehmen, auf die die zur Prüfung angetretenen künftigen Hotel- und Restaurant-Fachleute einige Mühe verwandt hatten. Sie waren später auch für das Servieren von Kostproben der Speisen zuständig, an denen die angehenden Köche während der Ansprachen noch arbeiteten. Prüfungskommissions-Vorsitzender Armin Roßmeier berichtete von zufrieden stellenden Leistungen der Prüflinge und lobte das Engagement der heimischen Berufsschule, die praktisch eine ganze Woche lang großen organisatorischen Aufwand betreibe, um einen guten Prüfungsablauf zu ermöglichen. Roßmeier erläuterte den Gästen die Aufgaben, die die Kochprüflinge zu erfüllen hatten. Ihnen war ein Warenkorb zur Verfügung gestellt worden, aus dem sie Vorspeise, Hauptspeise und Dessert auf den Teller zaubern sollten. So war etwa an einem Prüfungstag eine Ouvertüre vom Tafelspitz an Blattsalaten gefragt und danach als Hauptspeise eine Roulade vom Kalb mit Sommergemüse. Eine Kreation von Erdbeeren sollte die Speisenfolge abschließen. Gespannt verfolgten die Gäste das Auftragen der Ergebnisse, bei denen schon rein optisch eine große Vielfalt deutlich wurde. Zuweilen kamen kleine Kunstwerke aus den Küchen, andere Teller waren eher traditionell angerichtet. Da konnten die Verkoster sehen, welch unterschiedliche Endprodukte aus ein und denselben Rohstoffen entstehen können. Die angehenden Hotel- und Restaurantfachleute servierten dazu auch die passenden Weine. Und sie lieferten einen erneuten Beweis dafür, dass der Gast sich bei zuvorkommender und aufmerksamer Bedienung wohl fühlt. Am Ende gab es so manches Kompliment, nicht nur für die angehenden Köche, sondern auch für die Hotel- und Restaurantfachleute.