Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land: freispr
 
 
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Prüfungsbester hatte einen Schnitt Von 1,57

Freisprechungsfeier der Schreiner-Innung zeigt Verbundenheit zwischen Betrieben, Schule und Azubis

BERCHTESGADENER LAND (awi) - 27.107.2010 - Die Schreiner-Innung Berchtesgadener Land, in der die 38 Innungsbetriebe des Landkreises organisiert sind, feierte in der Berufsschule Freilassing ihre Freisprechungsfeier. Die künftigen Gesellen, ihre Familien und die Inhaber der Ausbildungsbetriebe waren gekommen, ebenso die Lehrerschaft und Vertreter der Politik. Ausgestellt waren.in den Räumlichkeiten auch die jeweiligen Gesellenstücke, in denen die Junggesellen ihr ganzes erlerntes Wissen und ihre Fertigkeiten eingebracht hatten, wobei sich manches Möbel als echtes „Schmuckstück" präsentierte. Auffallend war die' gute, freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Jung-Gesellen, den Ausbildungsbetrieben, der Innurig und der, Berufsschule.    -

Der stellvertretende Obermeister Josef Kranawetvogl aus Marktschellenberg lehnte seine Rede an; eine Textpassage von Xavier Naidoo an „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer ...". Er habe sicher nicht an die Schreinerausbildung gedacht, .aber diese Beschreibung treffe auch auf' diel zurückliegenden drei Jahre der anwesenden Jung-Gesellen zu. Die ehemaligen Auszubildenden könnten eine ;,Befriedigung auf ein durch eigene Hände geschaffenes- und im wörtlichen Sinn ,begreifbares' Stück empfinden -: darauf kann nicht jeder Berufstätige zurückgreifen"..

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Ainring, Gabi Noreisch, gratulierte den jungen Schreinern zur bestandenen Prüfung. Sie könnten stolz sein; dass sie ;,mit Kreativität, erlerntem Wissen und handwerklidhem Geschick dem Schreinerberuf gewachsen sind".

Sie hielt ein Plädoyer für das Handwerk und machte den jungen Leuten
zugleich Mut für die berufliche Zukunft: „Gute Handwerke' sind überall gefragt und für eine funktionierende    Gesellschaft mit einer nachhaltigen, soliden Wirtschaftsstruktur unentbehrlich." Stellvertretend richtete, sie ihren Dank an den Innungs-Obermeister Werner Scharf aus Laufen: "Danke, dass in euren Innungsbetrieben junge Leute ausgebildet werden." Den Anwesenden gefiel
es sichtlich, dass sie für ihre Rede auch noch das passende Schlusswort („Wie der Schreiner kann's keiner!") parat hatte.

Der stellvertretende.Berufsschulleiter 'Hermann Kunkel i bedankte sich speziell für das Engagement der Innung: „Schreiner-Innung und Schule halten hervorragend zusammen." Kunkel ging anschließend auf die jewelligen Gesellenstücke und die Gesellen als Schüler ein und hatte zu jedem eine eigene Geschichte aus dem Schulleben mit dein „Haufen unterschiedlicher Charaktere"parat.

Besonders angetan zeigte sich Obermeister Werner Scharf von der Tatsache, dass von den frei gesprochenen Auszubildenden drei junge Männer einen Migrationshintergrund hätten:' Die jungen ausländischen Mitbürger hätten die Prüfung alle bestanden und' seien 'unter anderem durch ihr posifives Engagement für die Schulklasse und in den Betrieben aufgefallen. Dies zeigte sich auch später in den Vorstellungen der Gesellenstücke, bei der Scharf meinte, die enger zusammenrückenden Schreiner seien eine ,große Schreinerfamilie".
Er dankte den Vertretern der Ausbildungsbetriebe, die den jungen Menschen eine Chance gegeben hätten. „Sie werden ihre Chance nutzen", zeigte sich Scharf überzeugt.

Anschließend :sprach er, die Jung - Gesellen in einer kürzen feierlichen Zeremonie von den Pflichten ihres Ausbildungsverhältnisses frei. Wie sehr so mancher sich diesen Tag herbei gesehnt hatte, zeigte nicht nur der lang anhaltende Applaus, sondern auch der spontane „Yeah"-Begeisterungsruf eines jungen Schreinergesellens, der seinen Emotionen freien Lauf lies.

Die erfolgreichste Prüfung legte Johannes Meisl vom Ausbildungsbetrieb Maltan aus Berchtesgaden mit einem: Schnitt von 1,57 ab.


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