Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land: energiewende
 
 
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Bau/Holz


Berufsschüler bereiten sich auf Energiewende vor

Fortbildung zum Thema Wärmedämmung bei der Bau-, Holz- und Farbabteilung

FREILASSING (FRA 12.04.2011)- Die Bau-, Holz- und Farbabteilung der Berufsschule hat in einer berufsfeldübergreifenden, Fortbildung zum Thema Wärmedämmverbundsystem ihre Schüler auf den aktuellen Stand -der Technik weitergebildet.

„Der Ausstieg aus der Atomtechnik wird eine Energiewende einleiten. Und das heißt für Sie in erster Linie: Energie muss eingespart werden. Eine sich stets verschärfende Energieeinsparverordnung seitens der Bundesregierung ist hierfür das beste Beispiel. Für Sie als junge Facharbei­ter heißt es nun, den fachgerechten Umgang mit Materialien und Techniken zu erlernen, deren Ziel es ist, Energien in jedweder Form einzusparen." So lauteten die einleitenden Worte der beiden Experten Thomas Hofmann und Falko Furmann von einem weltweit operierenden Hersteller zum Thema Wärmedämmverbundsysteme WDVS.

Und die angehenden Fachkräfte staunten nicht schlecht, als der Moderator Schadbilder an Häuserfassaden zeigte, . welche auf unsachgemäße Ausführungen an der Wärmedämmung zurückzuführen sind. Diese Fehler reichten vom falschen Bekleben der Dämmplatten über die unsachgemäße Lagerung der Materialien bis hin zum falschen Zeitpunkt (zu geringe. Oberflächentemperatur) beim Erstellen des Wärmedämmverbundsystems.

Doch auch die beiden -Experten zeigten sich überrascht, wie viele der anwesenden Auszubildenden, quer durch alle Gewerke, bereits Erfahrungen mit dieser Technik hatten. So, fielen einige Maler und Maurer durch fachlich qualifizierte Antworten ebenso auf wie die anwesenden Zimmerer des Berufsgrundschuljahrs. Schnell hatten sie die theoretischen Inhalte erfasst. und überzeugten durch weiterführende Fragen zum Thema, Wärmedämmung. „Das Handwerk kann durchaus von einer Energiewende profitieren", gibt Fachlehrer und Initiator Johannes Bauer zu bedenken. Die beiden Referenten pflichteten ihm bei. Steigende Umsätze und Verkaufszahlen seien' für sie ein triftiger Grund zur Annahme, dass hier noch enormes Potenzial nicht nur in der Altbausanierung liegt.

Viele Bauherren setzen heute auf eine durchdachte Konzeptionierung die auf ihre speziellen Ansprüche speziell zugeschnitten sein muss. Auch der Landkreis habe in den vergangenen Jahren sehr viel Geld investiert, um die Berufsschule in punkto Wärmedämmung zu sanieren.

Nachdem Hofmann die fachgerechte Durchführung erläutert hatte, ging man zum praktischen Teil über. An einem vorgefertigten Mauereck wurde anschaulich erklärt, wie man ein Wärmedämmverbundsystem fachgerecht anbringt und auf welche Besonderheiten man achten muss. „Nun seid ihr an der Reihe", stellte Furmann unmissverständlich klar. Und er musste nicht lange warten, ehe drei Freiwillige aus der Malerklasse 11 mit geübter Hand die erste Reihe der Dämmplatten montiert hatten.

Es folgten zwei Maurer, deren Aufgabe es war, Fensterbank und „Antidröhnband" schallschutztechnisch einwandfrei zu montieren. Erneut waren es die Maler die, Kantenschutz und, Armierungsgewebe um den Fensterrahmen setzen durften.

„Solche Veranstaltungen könnten öfter an unserer Schule stattfinden", konnte man der Zimmererklasse entnehmen, deren Schüler noch am Beginn ihrer Ausbildung stehen. Das war auch die einhellige Meinung der Lehrkräfte. Die Technik schreite rasend voran und es sei nur durch eine stetige Fort- und Weiterbildung zu gewährleisten, sich den Herausforde­rungen der Zukunft zu stellen.


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