„Willkommen im,.Club der guten,Hoffnung"
Berufsschule verabschiedet 339 junge Menschen mit einer fröhlichen Feier ins Berufsleben
Freilassing (oo). -27.07.2010- Im Rahmen einer abwechslungsreichen Feier hat die Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land 339 Auszubildende verabschiedet, sieben von ihnen erreichten einen Notendurchschnitt von 1,0.
Die Absolventen haben ihre Ausbildungen in den verschiedensten Branchen und Berufen erfolgreich beendet: Als Schreiner, Maler, Maurer, Koch, Kfz-Mechatroniker, Friseure, Hotelfachleute, Bürokaufleute, Einzelhändler, Industriekaufleute, Kaufleute für Tourismus und Freizeit, Bankkaufleute und
Steuerfachangestellte.
Musik der „Holzwürmer"
Einen schneidigen musikalischen Rahmen verliehen der Feier in der voll besetzten Aula der Schule musikalisch begabte Berufsschüler: Mit Blasinstrumenten und Ziach servierten „die Holzwürmer", junge Männer aus den Zimmerer- und Schreiner-Klassen, ihre Melodien.
Den besinnlichen Teil gestalteten Carina Bogner und Anna Weber, betreut von Dr. Franz-Xaver Scheuerer, wobei sie an die Fußball-Weltmeisterschaft am „Kap der guten Hoffnung" anknüpften. Entsprechend begrüßten sie die Absolventen im „Club der guten Hoffnung", und forderten sie auf, teilzunehmen am „großen; Spiel des Lebens". Mit zum Nachdenken anregender Musik ergänzten Kristiane
und Michael Ott die vorgetragenen Gedanken.
„Gutes Fundament"
Landrats-Stellvertreter Rudolf Schaupp sagte in seinem Grußwort, die beachtlichen' Erfolge der Absolventen bestätigten ihn darin, dass: das Bemühen
des Landkreises um gute Schulen Sinn mache. Diese Schulen vermittelten ein gutes Fundament für den Beruf.
Nun sei also der Abschluss geschafft, sagten die . Schülersprecher Lisa Reinsberger und Robert Gnadl, und die Absolventen müssten fortan auf eigenen Beinen stehen. Dank gelte den Lehrern, die in jeder Situation Hilfestellung gegeben hätten. „Feiert's gscheid, lasst's es
kracha, aba need übertreiben!", riefen sie ihren Kameraden zu.
Beste Startbedingungen
„Mit ihrer dualen Berufsausbildung haben Sie die besten Startbedingungen für den Beruf geschaffen", sagte Direktorin Rosa Mayer.' Mit ihrer Ausbildung seien die Absolventen gern gesehene Fachkräfte, nunmehr sei die ganze Welt ihr Arbeitsmarkt. Bei dem zu erwartenden Fachkräftemangel werde man sie in Zukunft wohl auch aus dem Ausland stärker umwerben. Aber auch in ihrer eigenen Heiinat würden sie dringend gebraucht. Mayer: „Sie müssen sich auf
alle Fälle auf eine vernetzte und zusammenwachsende Welt einstellen." Alles Neue sei, erst einmal mit Ungewissheit verknüpft. Dabei komme kaum einer mehr an Englisch vorbei. Generell sollt man jede Möglichkeit nutzen, um eine Fremdsprache zu lernen. Auch die Berufsschule BGL stelle sich darauf ein und werde ab dem kommendem Schuljahr, die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten in ihr Programm aufnehmen. Selbstverantwortung, Respekt vor anderen, Menschlichkeit, Loyalität und Teamarbeit rückten bei den Arbeitgebern wieder stärker in den Vordergrund. Dabei sei das Eingebundensein in Familien- und Freundeskreis als ruhender Pol wichtig. Uns in Bayern dürfte es ja' nicht schwer fallen, zu sagen, wo man herkommt und wo man hingehört,"
Viele Ehrengäste
Studiendirektor Hermann Kunkel führte durch das Programm und berichtete, dass der Landkreis BGL viel, Geld investiere, um die Berufsschule auf aktuellem Stand zu halten. So würden jetzt die Baumaßnahmen für die energetische Sanierung des Westflügels beginnen. Kunkel begrüßte zahlreiche Ehrengäste, so Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher und die Bürgermeister fast aller Landkreiskommunen, MdL Roland Richter, MdL a.D. Franz Werkstetter, Klaus Lastovka und Josef Beierl vom IHK-Gremium BGL, Innungsmeister und Berufsverbands-Vorsitzende, Vertreter der ,Banken, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, des Wirtschaftsforums Freilassing, der Arbeitsagentur und der Aktivsenioren, die Schulamtsdirektoreni Alfred Ilsanker und Frank Thieser und Leiter von Haupt-, Realschulen und Gymnasien.