Staatliche Berufsschule
Berchtesgadener Land
Staatliche Berufsfachschule
für gastgewerbliche Berufe
Kerschensteinerstraße 2
D-83395 Freilassing
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 - Von links nach rechts, Beginn oben: Rudolf Kudorfer (Innenkoordinator), Rudolf Kersten (Außenkoordinator), Tobias Bickel (Körperpflege), Thomas Unterhofer (Bau, Holz, Farbe), Karl Ott (Berufsvorbereitung), Thomas Öllinger (Wirtschaft), Hermann Kunkel (stellvertretender Schulleiter), Hubert Huck (Kfz), Petra Neubauer (Sozialpädagogik, beratende Funktion), Karin Steinmüller (Gastronomie) und Sabine Ofner (Team-Leitung)
Qualität trifft Management
Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land führt Qualitätsmanagement ein!
Zielgerichtete Verbesserung von Schule und Unterricht, umgesetzt mit professioneller Prozesssteuerung – das ist ein Konzept, für das am 22. Oktober 2009 der Startschuss an der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing fiel. Als eine der ersten bayrischen Schulen führt sie ein Qualitätsmanagment ein, das speziell für berufliche Schulen in Bayern entwickelt wurde (QmbS).
Zunächst mag einem der Gedanke, Pädagogik und Qualitätsmanagement nach dem Vorbild der Wirtschaft zusammenzufügen, ungewohnt erscheinen. Erprobt wurde dies jedoch die letzten 5 Jahre an einigen bayerischen beruflichen Schulen, den so genannten Profil 21 – Schulen. Die Erfolg versprechenden Resultate dieses Schulversuchs ermöglichen nun eine flächendeckende Einführung. Je 21 Schulen pro Schuljahr beginnen zunächst für 2 Jahre dieses professionelle Qualitätsmanagement, bestehend aus Zielvereinbarungen, Umsetzungsphase und Evaluation mit eventuell erforderlichen Nachjustierungen der Ziele, um eine schrittweise Optimierung der Arbeit zu erreichen.
Hierzu bilden die Schulen eine Projektgruppe (siehe Foto), die den Gesamtablauf in Abstimmung mit der Schulleitung koordiniert und durchführt. Die Mitglieder kommen aus dem eigenen Kollegium und gewährleisten so eine passgenaue Abstimmung auf die Bedürfnisse der Schule mit ihren Schülern und Partnern.
Künftig werden also Berufsschüler, die dualen Partner und auch die Lehrkräfte in regelmäßigen Abständen zur Zielerreichung befragt. Man erhofft sich damit eine systematische Anpassung an die moderne Arbeitswelt und deren Auszubildende, die Berufsschüler.
Übrigens melden sich seit der Veröffentlichung von QmbS, das von der bayerischen Wirtschaft und dem bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Form des bayerischen Bildungspakts beim Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München in Auftrag gegeben worden ist, auch Interessenten aus anderen Bundesländern und dem nahen Österreich, die ebenfalls an Qualitätsmanagement nach bayerischem Vorbild interessiert sind sowie allgemeinbildende Schulen.
Qualitätsmanagementsysteme sind ein wichtiger Schritt hin zur eigenverantwortlichen Schule, die nun ihre Vorstellungen zur Verwirklichung der vielfältigen Aufgaben moderner Bildungseinrichtungen entwickelt und somit „von unten nach oben“ agiert. Das Überstülpen allzu zahlreicher Vorschriften „von oben“ hatte in der Vergangenheit nicht immer den gewünschten Erfolg.
Eine Verquickung von schulspezifischen Zielvorstellungen mit gesellschaftlichen Erwartungen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen scheint ein guter Weg für die zukünftige Schule zu sein.
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