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04.10.2016 10:13 Alter: 1 year

Pädagogische Ziele mit Spaß vermitteln- „Check your risk“ an der Berufsschule

Im Rahmen des Sportunterrichts nahm das Berufsgrundschuljahr Holztechnik der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land an einer Einheit „Check your risk“ der Jugend des Deutschen Alpenvereins teil.


Ein Teil der Klasse Berufsgrundschuljahr Holztechnik mit dem CYR Trainer Matthias Leininger bei der Abschlussbesprechung.

Check your risk wurde 2007 ins Leben gerufen und hat mit seinen Kursen rund um Entscheidung und Risiko im freien Skigelände bereits mehr als 60 000 Jugendliche erreicht. Seit 2015 gibt es auch ein Angebot für den Sommer. Daran nahm eine Klasse der Berufsschule nun erstmal teil. Bereits die Tour Daten klangen zu Beginn verheißungsvoll. 26,6 Kilometer Stecke, 551 Höhenmeter sollten in 3 Stunden und 20 Minuten bewältigt werden. Nur sieben Kilometer waren asphaltiert, der Rest führte auf Schotter bergauf oder über steile Trails bergab.

Nach einem ausführlichen Sicherheitscheck durch den Trainer Matthias Leininger vom JDAV aus München hatten die Schüler der Fachklasse für Holztechnik bereits ein flaues Gefühl im Magen. Würden sie die Strecke bewältigen? Die Sonne brannte an diesem herrlichen Julimorgen bereits unnachgiebig vom Himmel. Die Schüler untersuchten ihre Mountainbikes auf Schadstellen an den Reifen, den Bremsen, Rahmen und Federgabeln. Die richtige Sitzposition und das richtige Bremsen wurden im flachen Gelände spielerisch trainiert. Nach einigen Geschicklichkeitsübungen ging es los.

Der Weg führte über Freilassing, Hammerau, Bicheln auf den Johannishögl, wo eine erste kurze Rast eingelegt wurde. Hier wurden die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt. Sie durften selbst Entscheidungen treffen und die Gruppe führen. Als Ausganglage stand lediglich eine topografische Karte zur Verfügung. Unterschiedliche Voraussetzungen der Teilnehmer machten die Entscheidungsfindung und das Ziel, alle Teilnehmer sicher am Zielort anzubringen, nicht leichter. „Check your risk kann einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten“, so Robert Lassahn, der Leiter der Initiative der Jugend des DAV.

Auf Höhe der Neubichler Alm zweigte der Weg nach rechts ab Richtung Fernsehturm. Die angehenden Schreinergesellen, die sich in einem Jahr Schulsport auch gesundheitlich für die kommende Arbeitswelt gerüstet hatten, meisterten die steilen Anstiege, mit viel Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen. Nun war wieder der Trainer gefragt. Auf die kommende Abfahrt vorbereitend, nahm er sich nun der Teilnehmer an und besprach eine schwierige Passage exemplarisch. „Ziel ist es, dass die Bremsen nicht blockieren. Wir wollen ja den Trail nicht zerstören“, wies er auch auf die natürlichen Gegebenheiten hin, und versuchte zudem das Umwelt- und Naturbewusstsein der Teilnehmer zu schärfen. Für die Schüler galt es nun sich selbst und ihre technischen Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Die Abfahrt wurde somit unfallfrei und mit einer großen Portion Spaß bewältigt.

Im Anschluss an die Tour wurde der Tag noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Es galt heikle und unklare Situationen zu besprechen und individuelle Meinungen einzuholen. Hier soll es darum gehen einen Reflexionsprozess bei den Schülern in Gang zu setzen. „Idealerweise nehmen die Jugendlichen von diesem Tag und ihrem persönlichen Verhalten in der Gruppe etwas mit in den Alltag“, so Matthias Leininger der mit seinem Trail Fully Downhill Bike der Marke Cube, nicht nur technisch, sondern auch durch seine klaren Ansagen hervorragen für diesen Tag vorbereitet war.


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