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17.06.2013 11:43 Alter: 4 yrs
Kategorie: Alllgemein
Von: Sarah Prechtl

Das Babysimulatorenprojekt

Erfahrungsbericht der Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres für Soziales (BVJ-k-Soziales) der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing als „Eltern auf Zeit“. Auf Wunsch der Klasse ermöglichten dieses Projekt Diplom-Sozialpädagogin Petra Neubauer als Jugendsozialpädagogin der Berufsschule und Diplompädagogin Sandra Kunz vom Gesundheitsamt.


Erfahrungsbericht der Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres für Soziales (BVJ-k-Soziales) der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing als „Eltern auf Zeit“. Auf Wunsch der Klasse ermöglichten dieses Projekt Diplom-Sozialpädagogin Petra Neubauer als Jugendsozialpädagogin der Berufsschule und Diplompädagogin  Sandra Kunz vom Gesundheitsamt.

In dem Projekt ging es darum, dass wir Schülerinnen und Schüler mehr über das Thema „Babys“ und den „Alltag mit einem Baby“ erfahren, indem wir vier Tage und drei Nächte Babysimulatoren betreuen mussten. Die zu betreuende Babypuppe hat einen kleinen Computer eingebaut, der von Sandra Kunz programmiert wurde, so dass sich das Baby in zufälligen Abständen meldete. Jetzt war es unsere Aufgabe als „Mama“ herauszufinden, welches Bedürfnis das Baby hat. War es dann wieder glücklich und zufrieden, bestätigten wir dies am Bauch des Babys mit unserem Armchip.

Wir fragten uns: Hat es Hunger? Braucht es eine neue Windel? Oder quengelt es einfach nur wegen Unzufriedenheit? Wir merkten bald, dass man als  „Mama“ ganz schön gefordert ist!

Aber der Reihe nach: Nachdem wir die Babysimulatoren erhalten hatten, beschäftigten wir uns mit dem Thema Sexualkunde. Obwohl viele von uns dachten, schon über alles informiert zu sein, lernten wir viel dazu.

Am zweiten Tag unterhielten wir uns mit Sandra Kunz über das Thema „negative Einflüsse in der Schwangerschaft“. Danach fuhren wir in das Bad Reichenhaller Kreiskrankenhaus und wurden von einer Kinderkrankenschwester und einer Hebamme durch die Geburtsstation geführt. Vom Kreissaal, über Möglichkeiten der alternativen Geburt bis hin zur Wassergeburt, wurde uns alles ausführlich erklärt. Während der Führung versetzte uns das Geschrei der Babysimulatoren und das der echten Babys in Stress.  Doch alle Situationen wurden durch den Zusammenhalt der Klasse erfolgreich gemeistert.

Am dritten Tag verbrachten wir den Vormittag mit der Hebamme Elisabeth Krenn, die uns demonstrierte, wie man ein Baby richtig badet. Danach durften wir es mit unseren „Baby“ - Simulatoren selbst ausprobieren. Nicht nur in der Praxis lernte sie uns einiges, auch in der Theorie bekamen wir viele lehrreiche Informationen von ihr.

Außerdem mussten wir herausfinden, was ein Baby kostet. Entsprechend einer Einkaufsliste suchten wir Produkte je nach Aufgabe, entweder den „billigsten Artikel“ oder „ohne auf den Preis zu achten“. Für diese Aufgaben brauchten wir gute Nerven und Gelassenheit. Denn nicht nur die Zeit drängte, sondern auch die Babys mussten versorgt werden.

Am letzten Tag unseres Projekts tauschten wir Erfahrungen der letzten Nacht aus und erzählten von Erlebnissen am vergangenen Nachmittag. Wir waren alle schon sehr gespannt auf die Ergebnisse des Einkaufs, der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nicht nur, was das Baby an Kleidung, Nahrung und Windeln kostet, sondern auch die Kosten für Wohnung, Auto, Versicherungen und Babyartikel wurden in die Rechnung mit einbezogen.

Am vierten Tag gaben wir die Babysimulatoren an Sandra Kunz zurück. Das Projekt hat uns sehr gut gefallen, natürlich war es auch anstrengend, aber es war eine tolle Erfahrung. Wir können nun von uns sagen, dass wir über das Thema „Baby“ bestens informiert sind. Es waren tolle und lehrreiche vier Tage. Seit diesem Projekt ist der Zusammenhalt in unserer Klasse enorm gestiegen. Wir sind zusammengewachsen und haben gelernt, dass es viel leichter geht, wenn man in belastenden Situationen zusammenhält.

Unserer Meinung nach kann jetzt jeder besser nachvollziehen, wie es ist ein Baby zu haben und wie schwierig es sein kann, aber auch wie viel Freude man an einem Kind haben kann.

Autorin:Sarah Prechtl


Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land

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