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26.02.2015 13:18 Alter: 3 yrs

Schreiner braucht das Berchtesgadener Land


v.l.n.r.: Herr Kunkel, Herr Heer, Herr Unterhofer, Herr Gasser, Herr Birner, Herr Labbow

Auf Initiative von Herrn Johannes Haas hat die Schreinerinnung Berchtesgadener Land zu einer Ideensitzung mit dem Titel „Nachwuchswerbung im Handwerk“ eingeladen. Begrüßt wurden dazu Herr Heer vom Fachverband Schreinerhandwerk Bayern, der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Teisendorf Thomas Gasser, Herr Dr. Birner von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mbH, Herr Labbow von der Max Aicher GmbH, Herr Kunkel und Herr Unterhofer von der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land.

Herr Haas hat als Vorstandsmitglied und Prüfungsvorsitzender der Innung Berchtesgadener Land darauf hingewiesen, dass in einigen Schreinereien in naher Zukunft viele Mitarbeiter aus Altersgründen ausscheiden werden. Um darauf frühzeitig reagieren zu können, ist es jetzt nötig, junge Nachwuchskräfte aufzubauen. Wie das gehen kann, dazu sollten die geladenen Personen aus Politik und Wirtschaft ihre Ideen und Einschätzungen einbringen. Die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und über den Tellerrand hinauszublicken, schadet ja bekanntlich nie.

Im Laufe des Gespräches kristallisierte sich heraus, dass Nachwuchskräfte schon frühzeitig angeworben und die Eltern als entscheidender Faktor über die Attraktivität des Schreinerberufes informiert werden müssen. Förderlich sind dabei sicherlich stärkere Werbung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (Kindergarten,Grundschule, Gymnasien) und die Teilnahme an Berufsinformationsmessen. Anreize sollten auch durch zusätzliche Gratifikationen (Bezahlung während der Praktika, Fahrkostenpauschalen, Sachleistungen usw.) gegeben werden. Schreiner arbeiten in der Regel wohnortnah und mit umweltfreundlichen Materialien, sie prägen unsere Wohn- und Arbeitsatmosphäre am Arbeitsplatz, im Tourismus und im privaten Wohnzimmer. Stärker zum Ausdruck gebracht werden muss, dass Schreiner in unserer Region gebraucht werden, um z.B. die vielfältigen Gebäude in ihrem Stil zu erhalten. Herr Heer wies außerdem darauf hin, dass die Weiterbildungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete im Schreinerberuf sehr vielfältig sind, dies beginnt beim Gesellen und führt weiter zum Meister bis zum Ingenieur. Herr Dr. Birner ergänzte, dass man sich als junger Unternehmer in der Region auch sehr gut selbstständig machen kann. Am Image der Schreiner muss auch der Fachverband, neben den schon bestehenden Werbeaktionen, noch intensiver aktiv werden. Dass unsere Schreinerbetriebe Fünf-Sterne-Häuser einrichten, die Wohnungseinrichtungen von bekannten Sportlern ausführen und Lebensstile prägen, muss noch viel stärker in die Köpfe der Interessenten gebracht werden. Bezogen auf den Fachkräftemangel  betonten Herr Bürgermeister Gasser und Herr Labbow, dass auch die Aylbewerber ein großes Potenzial bieten.  Herr Kunkel und Herr Unterhofer von der Berufsschule freuten sich über den Besuch und die konstruktiven Vorschläge der Teilnehmer. Im Oktober diesen Jahres wird sich der Kreis erneut zusammenfinden


Staatliche Berufsschule Berchtesgadener Land

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